Geschichte

Ursprünge Auf dem Gelände des heutigen Schlosses stand von etwa 1170 bis 1550 ein Nonnenkloster. Nachdem es aufgelöst war und die Gebäude zerfielen, ließ Graf Georg von Meerholz ein Schloss errichten. Hier residierten die Grafen von Ysenburg der Meerholzer Linie, bis mit dem Tode von Graf Gustav 1929 die Meerholzer Linie erlosch.

1942 erwirbt die Stadt Frankfurt das Schloss als Schullandheim.

1946 gibt der US-Stadtkommandant von Gelnhausen das Schloss auf Bitten der Inneren Mission an die Stadt Frankfurt am Main zurück, damit diese hier eine Pflegeanstalt mit Altersheim einrichten können. Daraus entwickelt sich das heutige Pflegeheim Meerholz.

Anfang der 50-er Jahre wird mit einer besonderen Schulung für pflegende Mitarbeiter begonnen. Aus diesen Anfängen erwächst in den 70er-Jahren eine Altenpflegeschule mit staatlich anerkanntem Abschluss, die 1977 in das Hufeland-Haus in Frankfurt verlegt wird, das ebenfalls vom Evangelischen Verein für Innere Mission Frankfurt am Main getragen wird.

1972 hat das Pflegeheim Meerholz als erstes Pflegeheim in Deutschland erfolgreich erprobt, durch Bewegungs- und Beschäftigungstherapie, mit gezielten Übungen und Trainingsmethoden, die Selbständigkeit und das Wohlbefinden von Bewohnern merklich zu erhöhen. In Meerholz wird zum ersten Mal in einem Pflegeheim in der Bundesrepublik Deutschland eine Therapieabteilung eingerichtet.

1980 beschließt die Stadt Frankfurt, das Schloss langfristig zur Unterbringung von Sondergruppen und Schwerstpflegebedürftigen herzurichten. Damit beginnt ein fast 15-jähriges Bauprogramm. Die Umbauten erfolgen bei laufendem Betrieb ohne Reduzierung von Pflegebetten.

1982 wird die neue Rehabilitationsabteilung eingeweiht. Eine Schreinerwerkstatt wird in Betrieb genommen. Hier gibt es spezielle beschäftigungstherapeutische Angebote für frühzeitig pflegebedürftig gewordene Männer.

1983 beginnt ein Kreis von anfänglich 15 Besuchern aus den evangelischen, katholischen und freikirchlichen Gemeinden der näheren Umgebung „Patenschaften" für allein stehende Pflegebedürftige im Schloss zu übernehmen.

1985 bewilligen die Kostenträger den Einsatz des Sozialdienstes. Es kann zunächst eine Sozialarbeiterin eingestellt werden.

1986-1989 In vier Jahren wird das "Alte Amtsgericht" vollkommen umgebaut und mit einem Aufzug versehen. Es wurde "Haus Wichern" genannt zu Ehren Johann Hinrich Wichern, dem Gründer der Inneren Mission (1807-1881). Hier entstehen auch Plätze für Kurzzeitpflege.

1993 wird die „Alte Försterei" von der Inneren Mission erworben. In diesem unter Denkmalschutz stehenden großen Gebäude werden zunächst vier Altenwohnungen eingerichtet.

1995 im November wird der Neubau des Hauses Ysenburg eingeweiht und seiner Bestimmung als Abteilung für jungere (unter 60 Jahren) behinderte Pflegebedürftige übergeben.

2002 zieht die Tagesbetreuung in die gut zugänglichen Räumlichkeiten im Steinernen Haus um.

2004 setzen wir unser Konzept„ Gerontopsychiatrie“  Wohnküche mit Bezugsperson – um und weihen die gärtnerisch gestaltete Dachterrasse ein.

2005 werden die Arbeiten für den Anbau und Umbau des Hauses Wichern abgeschlossen.

2006 feiern wir unser 60-jähriges Bestehen sowie das 100-jährige Jubiläum des Kaiserbesuchs mit einem historischen Volksfest und einem nachempfundenen historischen Hochzeitsmahl.

2010 erhält die Wachkomastation den Namen Wohnbereich "Gräfin Karoline".

2011 werden umfassende Renovierungsarbeiten und Neugestaltung von Bewohnerzimmern auf dem Wohnbereich Gräfin Karoline vorgenommen.

Spatenstich des Ersatzneubaus im Schlosspark

2012 Grundsteinlegung des Neubaus im Schlosspark

2013 Mai: Richtfest des Neubaus im Schlosspark

Das Nonnenkloster
Anfang der 50er Jahre
Erster Heimleiter Werner Gößling mit Mitarbeitern
Therapie seit 1972
Die Holzwerkstatt seit 1982
"Haus Wichern"
"Haus Ysenburg"
Dachterrasse im WB "Gräfin Thekla"
Ersatzneubau im Schlosspark (Ansicht: August 2013)